Projekt / Vorhaben

 

ZEIT-Zeugnisse ist ein Vorhaben welches kreative, künstlerische Zeitzeugnisse über ein unbequemes Kapitel Schweizergeschichte schaffen möchte.

 

Mein Name ist Christian Tschannen, ich bin Betroffener / Kunstschaffender und ver-suche eine Zusammenarbeit mit Betroffenen und auch Angehörigen. Hinter diesem Projekt steht also kein Verein, sondern meine Person als Kunstschaffender und Betroffener. 

Weitere Informationen: Über mich.

 

Alle Betroffenen, die jetzt noch leben, besitzen wertvolles Wissen, Erfahrungen und Informationen, welche auf eine gestalterische, kreative und künstlerische Weise thematisiert und zum Ausdruck gebracht werden können.

Hierzu werden Gruppenarbeiten angestrebt, wo Betroffene und auch Angehörige (je nach Projekt) ohne grossen Arbeitsaufwand ihren Beitrag leisten können.

Informationen unter: Gruppenarbeiten Info.

Wie erwähnt steht kein Verein hinter diesem Projekt, da ein offener Zustand Teilnehmenden entgegenkommt. 

Der Gedanke zu diesem Konzept, bzw. Vorhaben ist im Sommer 2016 entstanden und die Homepage wurde Mai 2017 aufgeschaltet.

 

Wenn es Betroffene und Angehörige gibt, die gerne aktiv mitarbeiten möchten und z.B. Ideen für mögliche Gruppen-, Gemeinschaftsarbeiten haben, können sie selbstverständlich ihren Teil beitragen.

Genauere Informationen: Gruppenarbeiten Info.

 

Das Ziel sollen Ausstellungen sein, welche in Zukunft konzipiert und realisiert werden.

Teilnehmende werden bei Ausstellungsmöglichkeit rechtzeitig informiert und können (freiwillig) bei Konzipierung, Umsetzung, Gestaltung, Aufbau usw. der Ausstellung und des Betriebs mithelfen.

 

Das zentrale Element in diesem Projekt Zeit-Zeugnisse bildet die Homepage, wo Entwicklungen und Prozesse, Ideen und Arbeiten gesammelt, präsentiert und dokumentiert werden. (Die Homepage wird von mir persönlich geführt und finanziert.)

 

Die Herstellung und Realisierung der Werke wird zu gegebener Zeit mit Hilfe von Sponsoren oder über Crowdfunding finanziert. Weitere Angaben über Finanzierung und Umsetzung der jeweiligen Gruppenarbeiten unter: Gruppenarbeiten Info.

 

Über mögliche Verkäufe von Gruppenarbeiten siehe: Gruppenarbeiten Info. 

 

 

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Persönlicher Gedanke

 

Der Begriff "Fürsorgerische Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen vor 1981" ist für viele eher eine abstrakte, politische und juristische Bezeichnung, welche etwas verwirren und die "Wirklichkeiten" verzerren kann. 

Nach 1981 traten mit juristischen/gesetzlichen Entwicklungen Veränderungen ein, aber gewisse Missstände und Probleme (Behördenwillkür und kriminelles Verhalten) haben sich wiederholt und sind weitergelaufen. 

 

Über viele Generationen existierte in der Schweiz z.B. das Verdingwesen, welches gegen Ende der 1960-er Jahre endete. Danach gab es "offiziell" keine Verdingkinder mehr, an ihrer Stelle rückten die Pflegekinder, welche unter anderem auch wieder Ausbeutung und diverse Missstände erfahren haben. 

 

So steht dieses Projekt ZEIT-Zeugnisse selbstverständlich auch für "Opfer nach 1981" offen. 

 

Diese "Entzerrungen" können nicht nur politisch, juristisch oder historisch aufgearbeitet werden, die Kunst/Kultur kann hier auch Verantwortung übernehmen - und natürlich wäre die Gesellschaft als Ganzes gefordert. 

In Zeiten wo natürlich gewachsene und künstlich gemachte Systeme zerfallen, erodieren, zerstört werden oder sich transformieren, kann gerade auch die Kunst diese Prozesse wiedergeben. Und wenn Kunst unter anderem ihre "soziale Funktion" nicht aufgeben möchte, so kann sie die Welt als veränderungsfähig darstellen und auch zu ihrer Veränderung beitragen.